EMIGRANTEN 10.11.2013 um 18 Uhr

Kuro plakat wycietyIn einem grauen und dreckigen Keller wohnen zwei Menschen, ein frustrierter Intellektueller und ein primitiver Arbeiter. Beide sind Ausländer und fühlen sich fremd unter den Fremden. Den einen trieb die politische Unfreiheit aus der Heimat, der andere folgte dem Lockruf materiellen Reichtums. Eigentlich die klassischen Fälle der Emigration. Sie empfinden ein Bedürfnis, einander näher zu kommen, obwohl alles sie voneinander unterscheidet. Sie haben nicht einmal richtige Namen. Die Kluft zwischen den Buchstaben AA und XX,  so werden sie vom Autor Slawomir Mrozek genannt, zeigt einerseits die leere Anonymität, andererseits aber die Spannbreite  des ganzen Alphabet als Anfang und Ende, als das Erste und das Letzte, als das Oben und das Unten.

Am Ende des Stücks verlieren beide Protagonisten AA und XX. Für Heute. Morgen,  wenn sie aufwachen, wird alles besser sein, zumindest glauben sie stark daran … Deswegen leben sie noch. Unter uns.

Regisseur Michal Nocon hat das Stück des polnischen Autors Sławomir Mrożek für die neanderland BIENNALE neu inszeniert, lässt die Protagonisten zweisprachig – auf deutsch und auf polnisch – agieren.                                       Ein Genuss und eine Herausforderung!

AA – Michal Nocon freischaffender Schauspieler und Regisseur Köln
XX – Torsten Bauer Schauspieler des Stadttheaters Oberhausen

Bühnenbild Guido Schulz

Ton und Licht Lenny Grüttgen

Spielort:  GDANSKA Altmarkt 3