Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Vom Kriege

20. Mai um 19:00 bis 20:30

Vom Kriege
Nach Afghanistan 1969, das 2020 vom Musikfonds gefördert wurde, setzen wir unser künstlerisch-politisches Engagement fort. Vom Kriege verbindet Amateurfilme aus der Ukraine von 1942 mit einer zeitgenössischen Komposition. Das Trio (Saxophon/Klarinette/Melodica, modulare Synthesizer, Stimme) wird ergänzt durch einen jungen ukrainischen Sänger im Exil, der Volkslieder und klassische Stücke interpretiert.
Das Projekt zeigt, wie Krieg und Gewalt schleichend in den Alltag eindringen und als „Normalität“ akzeptiert werden. Historische Filmaufnahmen treffen auf eigens komponierte Musik, wodurch ein ästhetisches Spannungsfeld zwischen Bild und Klang entsteht, das das Publikum zur Reflexion über Krieg, Macht und die Normalisierung von Gewalt einlädt. Die Stimme des jungen ukrainischen Sängers vermittelt die menschlichen Dimensionen der Konflikte, verbindet individuelle Erinnerung mit der Gegenwart und macht die Folgen des Krieges unmittelbar erfahrbar.
Das Projekt legt großen Wert auf Nachhaltigkeit: kulturell durch Publikumsbeteiligung und Vernetzung, sozial durch Inklusion und direkten Austausch, ökologisch durch umweltfreundliche Materialien und möglichst klimafreundliche Wege. Ziel ist, dauerhafte positive Effekte für Gemeinschaft und Publikum zu schaffen.
Das Projekt richtet sich an Musikinteressierte, Historiker*innen, Studierende und die breite Öffentlichkeit. Nach den Aufführungen sind moderierte Gespräche mit dem Publikum geplant, um den Dialog über Krieg und Normalisierung von Gewalt
Thomas Machoczek (Synthesizer, analoges Modularsystem)
Geboren in Oberhausen, lebt er in Müllheim an der Ruhr. Seit den 1980er Jahren ist er freiberuflich als Musiker und Autor tätig, spezialisiert auf analoge Elektronik und konkrete Klänge. Er hat zahlreiche Familienfilme vertont, darunter Tief im Westen (im Kleinformat) 2021 in Dortmund, Duisburg, Köln, Moers und Müllheim an der Ruhr, sowie Wasser 2022 in Bottrop.
Nazar Maidansky (Sänger)
Geboren 2007 in Kiew, studierte er klassischen Gesang. Vor etwa drei Jahren verließ er aufgrund des Krieges die Ukraine und lebt nun in NRW. Er setzt sein Musikstudium fort und gibt Konzerte bei privaten und öffentlichen Anlässen.
Geremia Carrara (Verantwortlicher für den filmischen Teil)
Geboren und aufgewachsen in Neapel, lebt in Köln. Carrara ist Autor, Künstler und Filmwissenschaftler mit Schwerpunkt auf Familien- und Amateurfilmen

Details

Veranstaltungsort

Veranstalter